Ab dem 14. Dezember tritt ein überarbeiteter Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft. Er soll besonders den Norden Deutschlands betreffen und sowohl mehr Verbindungen als auch neue Taktungen auf beliebten Strecken bringen. Bereits ab dem 15. Oktober stehen die Änderungen in der Online-Auskunft zur Verfügung.
Inhaltsverzeichnis:
- Schleswig-holstein mit neuen zügen ab Flensburg und Kiel
- Niedersachsen mit direkten verbindungen ab Bremen
- Hamburg mit sprintern nach Köln
- Mecklenburg-vorpommern mit besseren anschlüssen
Schleswig-holstein mit neuen zügen ab Flensburg und Kiel
Einmal täglich startet künftig ein ICE-Sprinter in Flensburg. Er fährt über Hamburg und Hannover bis zum Flughafen Frankfurt. Unterwegs hält er in Schleswig und Neumünster. Kiel muss noch warten, bis die Baustelle zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen ist. Danach fahren täglich zwei Züge direkt in die Hauptstadt.
Weitere Direktverbindungen entstehen:
- Kiel – Dresden und Prag
- Kiel – Leipzig
- Kiel – München
Streichungen betreffen hingegen die Linien Kiel – Nordrhein-Westfalen und Kiel – Zürich. Sylt soll durch den neuen barrierefreien ICE L schneller erreichbar werden. Lübeck verliert dagegen seine Fernverkehrsanbindung, Reisende steigen künftig in Hamburg um.
Niedersachsen mit direkten verbindungen ab Bremen
Von Bremen starten künftig dreimal täglich Direktzüge nach Berlin und Frankfurt oder Karlsruhe. Sie ersetzen die bisherigen Verbindungen nach München. Oldenburg und Delmenhorst erhalten jeweils eine tägliche Direktverbindung nach Frankfurt.
Wichtige Änderungen im Überblick:
- Nienburg und Verden werden nicht mehr angefahren.
- Göttingen verliert zwei von sieben Direktfahrten nach Marburg und Gießen.
- Lüneburg bekommt eine stündliche Anbindung durch die Linie Hamburg – München.
- Uelzen wird Teil der Linie Hamburg – Basel, Celle Teil der Linie Hamburg – Stuttgart.
Neue Angebote entstehen auch für Braunschweig und Hildesheim, die eine direkte tägliche Verbindung zum Flughafen Frankfurt erhalten.
Hamburg mit sprintern nach Köln
Zwischen Hamburg und Köln verkehren künftig drei Sprinter täglich. Außerdem ist ein Halbstundentakt zwischen Hamburg, Hannover, Kassel und Süddeutschland geplant. Eingesetzt werden dabei die langen ICE 4 mit mehr Sitzplätzen.
Züge nach Dresden werden künftig 40 Minuten schneller unterwegs sein. Die Strecke Hamburg–Berlin verliert den Halt in Bergedorf.
Mecklenburg-vorpommern mit besseren anschlüssen
Die ICE von Hamburg nach Stralsund und Binz fahren im Zweistundentakt mit neuen Abfahrtszeiten. Damit werden Anschlüsse im Nahverkehr besser abgestimmt. Nach Abschluss der Bauarbeiten zwischen Hamburg und Berlin soll in Ludwigslust ein ICE im Halbstundentakt halten.
Ab Sommer rollen zudem zwei ICE täglich von Osnabrück oder Bremen nach Stralsund, Binz und Greifswald. Ganz neu entstehen Verbindungen Stralsund – Frankfurt am Main sowie Binz – Saarbrücken.
Die Deutsche Bahn hält trotz vieler Baustellen das Angebotsvolumen auf dem Rekordniveau des Vorjahres und kündigt Erweiterungen bis 2026 an.
Quelle: NDR